Evaluationsthema „Soziales Klima an der Schule“
Um eine Bestandsaufnahme des sozialen Klimas an Ihrer Schule vorzunehmen, würde das IBBW in einer externen Evaluation folgende Aspekte in den Blick nehmen:
Die Lernenden gehen freundlich, respektvoll und hilfsbereit miteinander um. Neid, Konkurrenz und Ausgrenzung werden selten erlebt, Schülerinnen und Schüler fühlen sich in ihrer Klasse bzw. Jahrgangsstufe zugehörig. Hinterlegt sind insbesondere Beziehungsqualität innerhalb der Schülerschaft, Konkurrenzverhalten, soziale Eingebundenheit, Wohlbefinden sowie Auftreten von verbaler Aggression und Gewalt/Mobbing.
Schülerinnen und Schüler erleben ihre Lehrkräfte als zugewandt, gerecht und zuverlässig – und auch Lehrkräfte fühlen sich von der Schülerschaft, vom Kollegium und von der Schulleitung respektiert und wertgeschätzt. Dahinter stehen Beziehungsqualität zwischen Lehrkräften und Schülerschaft, erlebte Wertschätzung und Respekt gegenüber Lehrkräften, soziale Sensibilität im Unterricht, Fairness und Toleranz.
Alle Beteiligten fühlen sich in Schule und Schulgemeinschaft physisch und psychisch geschützt und begreifen sich als Teil einer Gemeinschaft. Abgebildet werden individuelles Sicherheitsgefühl (physisch und sozial), soziale Eingebundenheit, Wohlbefinden in der Schule, Häufigkeit von Gewalt und Mobbing sowie die Unterstützungskultur bei (Cyber‑) Mobbing und im Umgang mit sozialen Medien.
Lehrkräfte fühlen sich mit ihren Anliegen ernst genommen und können sich auf die Unterstützungsbereitschaft des Kollegiums und der Schulleitung verlassen – Schulleitung und Kollegium stehen füreinander ein. Hinterlegt sind Fürsorgekultur für Lehrkräfte, Unterstützungskultur für Lehrkräfte, Kommunikationskultur im Kollegium, Wahrnehmungen der Kooperationskultur und das vertrauensvolle und konstruktive Schulklima.
Alle am Schulleben Beteiligten – Schülerschaft, Lehrkräfte, Schulleitung – gestalten das soziale Miteinander und das Schulleben gemeinsam. Dahinter liegen Wahrnehmungen der Kooperations‑ und Konfliktkultur in der Schulgemeinschaft, Mitgestaltungsmöglichkeiten der Schülerschaft im Lebensraum Schule, Selbstwirksamkeitserwartung der Lehrkräfte zu sozialkompetentem Verhalten sowie der Umgang mit schulischen Herausforderungen auf Schulebene.
Auch in Konfliktfällen bleibt das Miteinander fair und wertschätzend. Streit und Regelverstöße werden aufgegriffen, respektvoll bearbeitet und gewaltfrei gelöst – Konfliktlösefähigkeit wird modelliert und geübt. Hinterlegt sind Einstellung zu Gewalt, Selbstwirksamkeitserwartungen zu Konfliktverhalten, Umgang mit Konflikten unter Schülerinnen und Schülern, Konfliktlösefähigkeit, Konfliktkultur der Schulleitung und in Teams, professionelles Handlungswissen zu Konflikten, Strukturen und Regeln bei Konflikten sowie Präventions‑ und Interventionsmaßnahmen bei Gewalt und Mobbing.
Bezüge zum Evaluationsthema „Umgang mit leistungsbezogener Heterogenität“ im Referenzrahmen Schulqualität Baden-Württemberg
Qualitätsbereich 1
1.1.3 Demokratiebildung und soziale Bildung
1.6.2 Gestaltung sozialer Beziehungen
1.6.4 Prävention und Gesundheit der Schülerinnen und Schüler
Qualitätsbereich 2
2.1.1 Fachwissen, fachdidaktisches Wissen und digitale Kompetenzen
2.1.2 Pädagogisch-psychologisches Wissen
2.1.4 Professionelle Haltung und Handlungskompetenz
2.2.2 Austausch und Unterstützung
Qualitätsbereich 3
3.1.1 Rahmen für Kooperation für die Lehrpersonen
3.2.2 Problem- und Konfliktbearbeitung
3.2.3 Förderung von Motivation und Engagement
3.3.3 Gesunderhaltung der Lehrpersonen
3.4.5 Kooperation mit Unterstützungssystemen des Kultusbereichs