Evaluationsthema „Umgang mit leistungsbezogener Heterogenität“
Um eine Bestandsaufnahme des Umgangs mit leistungsbezogener Heterogenität an Ihrer Schule vorzunehmen, würde das IBBW in einer externen Evaluation folgende Aspekte in den Blick nehmen:
Schule und Unterricht berücksichtigen unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Interessen und Lerntempi – durch differenzierte Aufgaben, Gruppierungen und Lernformen. Hinterlegt sind: adaptive Lernangebote, Planung von differenzierendem Unterricht, Maßnahmen der äußeren Differenzierung, Zufriedenheit mit der äußeren Differenzierung sowie lernförderliche Rhythmisierung von Schultag und Schulwoche und die Zufriedenheit damit.
Lehrkräfte verfolgen die Lernentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler systematisch, erkennen frühzeitig Lernschwierigkeiten und machen Lernfortschritte sichtbar. Hinterlegt sind: Identifikation von Lernschwierigkeiten, Lernverlaufsdiagnostik mit formalisierten Verfahren, Lernprodukte zur Feststellung des Lernstands, formatives Assessment sowie Self‑ und Peer‑Assessment.
Schülerinnen und Schüler erhalten passgenaue Unterstützung im Lernprozess und finden Lernumgebungen vor, die selbstständiges und kooperatives Arbeiten ermöglichen. Hinterlegt sind: individuelle Unterstützung im Lernprozess, vorbereitete Lernumgebung, Räume für individuelles und kooperatives Arbeiten, Verfügbarkeit von Lehr‑ und Lernmaterialien, Zufriedenheit mit der digitalen Ausstattung sowie Wahrnehmung der baulichen Gegebenheiten.
Leistungsrückmeldungen sind verständlich, transparent und lernförderlich. Unterschiedliche Vergleichsmaßstäbe werden dabei sinnvoll genutzt. Hinterlegt sind: Bezugsnorm bei Leistungsrückmeldungen, Formen der Leistungserhebung und Leistungsrückmeldung sowie lernförderliches Feedback.
Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedarfen erhalten verlässlich die Unterstützung, die sie benötigen – mit klaren Zuständigkeiten und transparenten Abläufen. Hinterlegt sind: Organisation des Nachteilsausgleichs, Maßnahmen zum Nachteilsausgleich sowie zusätzliche Fördermittel.
Lehrkräfte sehen heterogene Lerngruppen als Chance, fühlen sich im Umgang mit heterogenen Lerngruppen sicher und entwickeln ihre diesbezüglichen Kompetenzen gezielt weiter. Hinterlegt sind: Einstellungen zur Arbeit in heterogenen Lerngruppen, Selbstwirksamkeitsüberzeugung im Umgang mit heterogenen Lerngruppen, Fortbildungsbedarf zu inklusionsbezogenem Wissen, Steuerung von Fortbildungsbedarfen sowie unterrichtsbezogene Lehrkräftekooperation im Kontext von Heterogenität.
Schülerinnen und Schüler lernen gemeinsam, auch bei besonderem Unterstützungsbedarf. Unterricht und Förderung finden im gemeinsamen Lernverband statt, wo immer es möglich ist. Hinterlegt sind: inklusives Setting, Unterstützungsbedarf bei Schülerinnen und Schülern, Kooperation in multiprofessionellen Teams sowie Netzwerkpflege und Ausbau externer Kooperation.
Bezüge zum Evaluationsthema „Umgang mit leistungsbezogener Heterogenität“ im Referenzrahmen Schulqualität Baden-Württemberg
Qualitätsbereich 1
1.4.5 Adaptive Hilfestellungen
1.5.1 Analyse der Heterogenität
1.5.2 Differenzierte Lern- und Bildungsangebote
1.5.3 Chancengerechte Lehr- Lernprozesse und Teilhabe
1.5.4 Chancengerechte Leistungsbewertung (inkl. individueller Nachteilsausgleich)
1.6.5 Gestaltung von schulischen Lern- und Lebensräumen
Qualitätsbereich 2
2.1.2 Pädagogisch-psychologisches Wissen
2.1.3 Kenntnisse im Umgang mit Heterogenität in der Schülerschaft
2.1.4 Professionelle Haltung und Handlungskompetenz
2.2.2 Austausch und Unterstützung
Qualitätsbereich 3
Qualitätsbereich 4
4.1.1 Pädagogische Grundsätze und Konzepte